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Durch Energiebänder wird "Greenery Engineering" in vielen Teilen der Welt möglich

Während die Auswirkungen von den unterschiedlichen Climate Engineering Verfahren noch nicht umfassend erforscht sind, ist die Fachwelt sich darüber einig, dass die Wiederbegrünung von Flächen, die einst grün waren, sowohl für das Klima, als auch für die Natur vor Ort und die lokal ansässigen Menschen positiv bzw. in vielen Fällen dringend notwendig ist.

Da Energiebänder leicht, schnell und bei Nutzung von lokal verfügbaren Materialien wie z.B. Bambus auch kostengünstig überall dort aufgebaut warden können, wo es befestigte Straßen gibt, sind sie die idealen Strom-Lieferanten für Entsalzungsanlagen  - einzig ein Zugang zum Meer muss gegeben sein, um das für Begrünung dringend benötigte Süßwasser herstellen zu können.

Dabei können Energiebänder flexibel installiert werden, sowohl über hunderte von Kilometern hinweg für große Infrastrutkrur-Projekte zur Entsalzung und Begrünung, als auch im Kleinen für lokale landwirtschaftliche Bedürfnisse. 

Südafrika beispielsweise verzeichnete in den letzten Jahren einen drastischen Rückgang der Vegetation

Heißeres Klima, weniger Regenfälle und Extremwettereignisse sind die Hauptgründe für den Verlust von vitaler Vegetation: Durch den Verlust der Grünflächen fallen nicht nur wichtige Nahrungs- und Rohstoffe weg – auch die Klimafunktion dieser Flächen geht verloren.

Daher ist es besonders wichtig, einen weiteren Verlust des Grünlandes zu stoppen und gleichzeitig neue Maßnahmen zur Begrünung zu ergreifen. Voraussetzung für eine dauerhaft erfolgreiche Bewirtschaftung und Funktionsfähigkeit dieser Flächen ist jedoch –wie überall – die Verfügbarkeit von Wasser

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Südafrika nutzt derzeit sein Solarenergie-Potential noch nicht aus, sondern produziert den Großteil seiner rund 240 TWh/a Strom aus Kohle

Es wäre nicht sinnvoll, mit dieser CO2-lastigen Energiebasis Entsalzungsanlagen zwecks Aufforstung und Wiederbegrünung zu betreiben.

OurWorldInData.org/energy

Wählt man zwei der Hauptverkehrsachsen für Energiebänder aus, die Highways 14 und 10/1, so können über 16 TWh Strom pro Jahr damit erzeugt werden – womit mehrere Milliarden Kubikmeter Meerwasser entsalzt werden und einige tausend Quadratkilometer Land wieder begrünt werden könnten

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Auf diese Weise könnte entsalztes Wasser auch in Nachbarländer exportiert werden, die keinen eigenen Zugang zum Meer haben – zum Beispiel nach Botswana, das noch stärker als Südafrika unter immer heißerem Klima und verringerten Regenfällen leidet

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Trockenheit wirkt sich dramatisch auf Natur und Menschen aus:

Eines der katastrophalsten Beispiele ist die kontinuierlich verringerte Wassermenge des Ngami-Sees im Norden von Botswana, der bis vor wenigen Jahren noch durch Regenwasser aus den Bergen Angolas gespeist wurde.

Tiere bleiben auf der Suche nach Wasser im Schlamm stecken und verendeten, und Fischer jagen  mit Speeren nach den wenigen verbleibenden Fischen im Matsch.

Stefano Laura - Bild am Sonntag.de
Martin Harvey - Mediadrumimages

Der Grund für das Austrocknen des Sees: verminderter Regenfall und weniger Wasser aus dem Hochland Angolas, da auch dort von Jahr zu Jahr weniger Niederschlag fällt

Die Niederschlagsmenge liegt mit 300 bis 400 mm/qm pro Jahr in Botswana bei weniger als der Hälfte des Niederschlages in Deutschland.

Zudem ist die Niederschlagsmenge über die letzten Jahre massiv gesunken.

Das benötigte Wasser für den See kann somit aus keiner anderen natürlichen Quelle substituiert werden: Der Norden verfügt zwar mit 400mm bis 500mm Regenwasser über etwas größere Niederschlagsmengen, aber das Auffangen des Regenwassers über weite Landesflächen hinweg stellt ein Problem dar.

Erst wenn verödete Landstriche wieder über Vegetation verfügen, kann sich ein reicherer Wasserhaushalt einpendeln.

Sobald Wasser zur Verfügung steht, kann nicht nur der See gerettet werden, sondern es können zahlreiche weitere Flächen wieder bzw. neu genutzt werden

welt-karte.com , Mike Murray Hudson - researchgate

Die bisherige Bodennutzung in Botswana würde von Bewässerungsmaßnahmen auch wirtschaftlich profitieren, denn 45,8 % sind landwirtschaftlich genutzte Flächen (fast ausschließlich Dauergrünland) und circa 20 % Wald.

Aufforstung verbessert nicht nur den Wasserhaushalt, sondern bringt zahlreiche weitere Vorteile mit sich:

- Kohlenstoffbindung

- Habitate für Biodiversität

- Produktion von Brennstoffen, Fasern und Lebensmitteln

- Schaffung von Arbeitsplätzen

- Verbesserung der Luftqualität

- Erholung

rimboschimento - africa

Aufforstung ist allerdings nur mit Wasser möglich - das bedeutet bei mangelndem Niederschlag: Grundwasserbohrungen oder Meerwasserentsalzung

Meerwasser-Entsalzung braucht viel Energie, und mit Energiebändern entlang der A1, A2 und A3 könnte Botswana über 13 TWh Strom produzieren, mehr als genug, um große Mengen an Wasser zu entsalzen, aber der Zugang zum Meer fehlt

Botswana verbraucht rund 3,5 TWh Strom pro Jahr, Energiebänder entlang großer Autobahnen könnten nicht nur der Landeseigenen Stromversorgung dienen, sondern auch Strom exportieren. Für die Zufuhr von Wasser allerdings wäre es auf Nachbarländer mit einem Zugang zum Meer angewiesen.

Beispielsweise könnte in den Küstenbereichen Südafrikas Meerwasser nicht nur für den Eigenbedarf entsalzt werden, sondern das entsalzte Wasser könnte im Zuge der Verteilung zur Bewässerung im Norden von Südafrika auch nach Botswana exportiert werden, um auch dort die Folgen des Klimawandels durch Begrünungsprogramme abzumildern. Für die nördlichen Regionen von Botswana  –und die Rettung des Ngamisees–  wäre Botswana allerdings auf entsalztes Meerwasser aus Namibia angewiesen – mit einer 900km langen Pipeline.

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Mit Energiebändern können schnell, flexibel und kostengünstig große Mengen an Energie erzeugt werden: In weiten Teilen der Welt kann diese Energie u.a. zum „Greenery Engineering“ genutzt werden, indem Meerwasser entsalzt und zur Begrünung, Aufforstung oder für Landwirtschaft genutzt wird

Anreicherung des Wasserhaushaltes kann unter Umständen in einer Region auch zur verstärkten Wolkenbildung und damit zur Verbesserung des Klimas beitragen

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Fazit: Meerwasser-Entsalzung braucht viel Energie, und Energiebänder als umweltfreundliche und nachhaltige Energiequelle wären die Lösung für dieses Problem. Man könnte mittel- und langfristig der Wasserhaushalt von Ländern verbessern, die massiv entweder regional und/oder temporär (South Africa Summer Water Riots) unter Wassermangel leiden. Begrünung und Wiederbelebung von wertvollsten Naturgebieten wären möglich, ein sogenanntes "Greenery Engineering". 

Problematisch wird es lediglich bei Ländern, die wie Botswana keinen Zugang zum Meer haben und sich mit ihren Nachbarländern, die einen Küstenanschluss haben, einigen müssen. Das Meerwasser an den Küstenbereichen von Südafrikas kann beispielsweise entsalzt werden und anschließend entlang der Hauptverkehrsachsen durch Südafrika in Richtung Botswana transportiert werden. Infrastrukturen dafür können die Länder gemeinsam schaffen, so dass Win-Win-Situationen entstehen:Botswana kann seine Natur- und Safariparks retten und seine Landwirtschaft fördern, und  Südafrika kann an den verschiedensten Stellen Wasser aus der großen Pipeline entnehmen und für Bewässerungszwecke im eigenen Land regional verteilen.

 

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zimbabwe - undp.org
South Africa - reforestaction.com