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Energiebänder zur Versorgung von Gemeinden

 

Jede Gemeinde in Deutschland kann die Bundesfernstraßen in ihrem Einzugsgebiet nutzen, um mithilfe von Energiebändern Strom für sich zu produzieren bzw. von Anbietern produzieren zu lassen.

 

Insbesondere in Abstimmung mit Nachbargemeinden können Energiebänder-Netzwerke entstehen, mithilfe derer die Überschüsse volatil anfallender Energie ausgeglichen werden können, indem unterschiedlichste Verbrauchergruppen an das Netzwerk angeschlossen werden.

 

Ortsintern verlaufen keine Energiebänder-Maste, sondern jeweils nur unterirdisch die Hochstromkabel, an die sich auch dezentrale Stromerzeuger wie z.B. Gebäudebesitzer mit großen PV-belegten Flachdächern anschließen können, um ihre Energie sammeln und weiterleiten zu lassen – hin zu anderen Verbrauchern oder Speicherorten.

Google Earth - Stiftung Altes Neuland Frankfurt

Energiebänder können entlang der Autobahnen und Bundesstraßen an alle Gemeinden, an denen sie vorbeikommen, bedarfsweise Strom übergeben bzw. auch Strom von dezentralen Erzeugern dort einsammeln und weiterleiten

Die Verbrauchsprofile dürften zwar von Gemeinde zu Gemeinde nicht sehr unterschiedlich sein – aber da sie durch die Energiebänder nicht nur mit anderen Gemeinden, sondern auch mit Gewerbegebieten, Freizeitparks, oder auch Tankstellen etc. „verbunden“ werden, ergibt sich dadurch eine Möglichkeit zum Volatilitätsausgleich.

Hinzu kommt, dass immer mehr Versorger die Herausforderung einer wachsenden Zahl an Stromüberschuss-Produzenten meistern müssen, da viel mehr Dächer mit Photovoltaik versehen werden als früher. Hier können die Energiebänder als „Smart Grids“ fungieren, die die Energie einsammeln und nicht nur zu anderen Verbrauchern, sondern auch zu größeren Speichern transportieren können.

Möglichst autark den eigenen Energiebedarf decken: Wovon viele Gemeinden träumen, hat ein kleiner Ort in Brandenburg geschafft – hauptsächlich mit Biogas und Windkraft

CTK - alamy.de

Mit dem Bau der Energiebänder kann nicht nur die Energiewende, sondern auch die digitale Wende in Europa vorangetrieben werden

Sobald Baulaster für das Hochstromkabel, das im Boden mit den Energiebändern entlang läuft, in einem Graben verlegen, bietet es sich an, gleich Glasfaserkabel dort mitzuverlegen:

110 KV Hochstromkabel müssen lediglich 1 Meter tief verlegt werden. Der Graben dafür ist vergleichsweise einfach auszuheben, insofern ist es unproblematisch, ihn ein wenig breiter zu machen, um daneben noch ein extrem leistungsstarkes Glasfaserkabel zu verlegen.

Auf der A3 zum Beispiel zwischen Frankfurt und Düsseldorf kann beim Bau der Energiebänder gleich ein extrem leistungsstarkes Glasfaserkabel entlang der Autobahn mitverlegt werden und dort bereits die Infrastruktur für autonom fahrenden Verkehr vorbereiten: Für diesen muss nämlich eine hohe Zuverlässigkeit der Kommunikation gewährleistet sein, die nur mit Kabeln zu erfüllen ist.

Und Gemeinden in ländlichen Gebieten können ihre Energiebänder gezielt zu solchen nächstgelegenen leistungsstarken digitalen Leitungen hinlaufen lassen, um dort mit eigenen, ebenfalls neu und leistungsstark ausgelegten Glasfaserkabeln anzudocken. Auf diese Weise können in diesen Gemeinden modernste Technologien für verschiedenste Online-Arbeitsplätze oder Telemedizin u.ä. plötzlich möglich werden – was wiederum zu signifikanten Einsparungen von Pendlerverkehr und sonstigen Autofahrten führt.

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Mit Energiebändern können Gemeinden, für die keine Windkraft in Frage kommt, weite Teile ihres Strombedarfs aus Sonnenenergie decken – Beispiel Hattersheim

Hattersheim hat rund 29.000 Einwohner und verbraucht jährlich rund 190 GWh. Mit nur 17 Kilometer Energiebändern auf kleinen Abschnitten der A66 und der A3 könnte Hattersheim die Hälfte seines Strombedarfes decken.

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Energiebänder laufen zwar auf Gemeinden zu und können Strom dorthin bringen bzw. von dort auch aufnehmen und weiterverteilen: Aber sie sind innerhalb von Ortschaften bzw. in deren Nähe nur mit ihrem unterirdischen Stromkabel präsent – die Photovoltaik-Maste hingegen setzen in und um die Ortschaften herum aus

Nur durch Gewerbegebiete laufen die Mastenreihen durch, da sie dort niemanden stören.

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Sobald Energiebänder sich Ortschaften nähern, könnten sowohl Autoinsassen in ihrem Ausblick gestört werden, als auch Menschen in Wohngebäuden entlang der Strecke

 

Energiebänder an einer Autobahn oder auch an vielen Bundesstraßen stören meist nicht, da dort über Kilometer hinweg wenig bei dem Blick aus dem Fenster zu sehen ist. Anders ist es bei Ortschaften.

 

Entsprechend setzen die Maste der Energiebänder frühzeitig aus und laufen nur unterirdisch mit ihrem Hochstromkabel weiter bzw. durch Ortschaften hindurch.

 

Hinter den Ortschaften können sie dann wieder zum Vorschein kommen – komplett flexibel.

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Auch bei schönen Landschaften oder dichterem Baumbestand entlang der Bundesfernstraßen können Energiebänder einfach unterirdisch weiterlaufen, bis sie an unansehnlicheren Straßenabschnitten wieder auftauchen

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Fazit: Mit Energiebändern entlang von Bundesfernstraßen können Gemeinden vergleichsweise leicht implementierbar photovoltaischen Strom in signifikanten Mengen ernten, ohne Grünflächen mit Solarmodulen zu bedecken; an schönen Straßenabschnitten jedoch können und sollten die Energiebänder aussetzen und nur unterirdisch weiterverlaufen – ganz flexibel. Verlegt man gleichzeitig mit ihren Hochstromkabeln auch Glasfaserkabel, kann die Infrastruktur für autonomes Fahren, Telemedizin und andere moderne Technologien direkt mit vorbereitet werden und zu weiteren CO2-Einsparungen beitragen.

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